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Charlotte Sehmisch · FILZ – Wenn die Hände wissen, was sie tun

108 Seiten, Hardcover, Fadenheftung · 978-3-87512-758-4
20,00 € (D) · 20,60 € (A) · 38.90 sFr  |  Musterseiten  |  Bestellen
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vom MaroVerlag aus Augsburg

»Spannend ist es, alle Gedanken auf das zu richten, was entstehen soll, das Material einzuschätzen, Wirkungen vorherzusehen und zu planen, und somit den Prozess in eine gewünschte Richtung zu lenken, sozusagen mit dem Stoff zu kommunizieren, um dann – im positivsten Sinne – Kompromisse mit dem Filz zu finden, gedankliche Fehler als konstruktive Kraft willkommen zu heissen und in das Ergebnis einzubinden.«

Hüte – Kleider – Oberflächen – Filzreliefs: Den Schaffensprozess der Künstlerin Charlotte Sehmisch kann der Leser im Buch anhand ihrer vielfältigen Werke nachvollziehen und dabei ihre einzigartige Handschrift bewundern. Sie spielt mit textilen Techniken wie Häkeln, Stricken, Weben und verbindet sie mit Filz. Daraus ergeben sich ihre unverwechselbaren Oberflächen: Schollentechnik, Lamellenelemente, Falten, Kammern, Schlangen, Filzgitter und Geflochtenes werden zu modischen Kleider-Kreationen oder Accessoires.

Über die Autorin Inge Bauer

Charlotte Sehmischs Filzreliefs erzeugen spezielle Licht- und Schattenwirkungen. Durch Veränderung von Größe, Anordnung und Ausrichtung der einzelnen Hohlräume entstehen geometrische Effekte.

Diese unendliche Bandbreite des Filzes war es, die Charlotte Sehmisch nicht mehr losließ:

»Das Thema Filz wurde immer spannender und stellte mir schliesslich die entscheidende Frage: weiterhin filzen oder als Architektin arbeiten? Mich mit beidem parallel zu befassen, jeweils mit halber Kraft – dies wollte ich nicht. Ich entschied mich mit dem Herzen für den Filz, und ein Zusatzstudium in Mode folgte. Da ich die Frage nach den Möglichkeiten, die verfilzte Wolle bietet, für mich bis heute noch nicht erschöpfend beantworten kann, bin ich immer noch neugierig.«

Den Einfluss ihres Architekturstudiums kann der Leser an Charlotte Sehmischs akribischer Arbeit am Detail spüren. Doch erst die Eigenart des handgearbeiteten Filzes – nämlich mit ihm niemals die absolute Perfektion erreichen zu können – lässt diese räumlichen Versuche in ihren und unseren Augen lebendig erscheinen.